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Was ist Assam und Tee

Assam ist das größte Teeanbaugebiet der Welt in Nordindien, Assam-Tees sind Hochlandtees und haben ein kräftiges Aroma. Sie sind auch gegen hartes Wasser unempfindlich.

Assam (asamiya: অসম, Asam) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 78.438 km² und 26.638.407 Einwohnern (Stand 2001). Hauptstadt und Regierungssitz ist Dispur (7.225 Einwohner), ein Vorort von Gauhati. Die hauptsächlich gesprochenen Sprachen sind Asamiya und Bengalisch neben zahlreichen Kleinsprachen der tibeto-birmanischen Sprachfamilie. Assam war seit 1228 unter der Herrschaft der Ahom-Dynastie. Erst 1826 übernahmen die Briten Assam von den Birmanen. Bis zur Teilung Indiens im Zuge der Unabhängigkeit von den Briten umfasste Assam das gesamte Gebiet Nordostindiens. Durch ein Referendum am 6. Juli 1947 wurde das Gebiet Sylhet Teil des neuen Ostpakistans. Weitere kleine indische Bundesstaaten entstanden später im Osten Assams. 1972 wurde Assam zuletzt geteilt und es entstand der Bundesstaat Meghalaya, der die bisherige Hauptstadt Shillong übernahm. Neue Hauptstadt Assams wurde Dispur. Seit 1979 kämpft die United Liberation Front of Asom (ULFA) gewaltsamen mit Guerillaaktionen für die Unabhängigkeit des Bundesstaates von Indien. Die Separatisten werden von der indischen Regierung militärisch bekämpft.

Doch Teeanbau war keine leichte Sache, vor allem nicht in Assam. Denn dieses Gebiet im Nordosten Indiens, das sich entlang der Grenze zwischen Bhutan und China erstreckt, besteht zum großen Teil aus Dschungel und Sümpfen. Die extremen Klima- und Umweltbedingungen führten dazu, dass viele Arbeiter und auch Pflanzer, die das Land ab 1836 für den Teeanbau erschlossen, an Gelbfieber, Cholera und Malaria erkrankten und starben. Die ersten Teeanbauversuche fanden ca. 1839 unter der Aufsicht und Anleitung chinesischer Teebauern statt. In den ersten Jahren wurde auch ausschließlich grüner Tee nach alter chinesischer Tradition produziert. Erst später entwickelten die Engländer das Produktionsverfahren für den schwarzen Tee, wie wir ihn kennen. Die einheimische indische Teepflanze bekam auch ihren eigenen lateinischen Namen: Thea assamica. Trotz aller Widrigkeiten und Strapazen ging der Ausbau der Region Assam zum Teeland schnell. 50 Jahre später, 1881, hatten sich bereits 580 Pflanzer dort angesiedelt. Und so versuchten nicht nur in der Landwirtschaft erfahrene Menschen ihr Glück in den jungen Teeländern, sondern auch pensionierte Offiziere, Kapitäne und Geschäftsleute. Zum Teil konnten sie nicht einmal "einen Teestrauch von einem Kohlkopf" unterscheiden, berichtete der britische Pflanzer Edward Money.

Assam Tee, das grösste zusammenhängende Teeanbaugebiet der Erde liegt in Nordost-Indien, an der Grenze zu Myanmar. Der Assam-Tee ist kräftig, voll, rund, ausgewogen, malzig und hat eine dunkel rotbraun leuchtende Tassenfarbe. Assam-Tee ist meistens die Grundlage für die ostfriesischen Tee Mischungen. 

Assam Tee - असम चाय (Indisch-Hindu)

Der Assam ist ein Baum von bis zu 15 Metern Höhe. Anders als der chinesische Tee ist die Pflanze empfindlich gegen Staunässe und verträgt keine niedrigen Temperaturen. Zudem benötigt die Assam Teepflanze regelmäßige Regenfälle und hohe tropische Luftfeuchtigkeit. Angebaut wird Assam Tee in allen Regionen mit tropischen Klima. Heute werden vielfach Kreuzungen aus chinesischen und Assam Tee angebaut. So gelingt es, die positiven Eigenschaften beider Pflanzenarten sinnvoll zu kombinieren. Die Herkunft dieses dunklen, würzigen Tees ist Assam, eine Hochebene in Indien, das gößte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Der Assam Tee wird aufgrund seines ausgeprägten Aromas gerne mit leichteren Teesorten gemischt und ist Bestandteil vieler traditioneller Teemischungen, wie z.B. der Ostfriesen Tee. 1832 wurden die ersten Teegärten in Assam von britischen Pflanzern angelegt. Heute liefert das Teeanbaugebiet Assam ungefähr die Hälfte der indischen Teeproduktion, das sind rund 15% der gesamten Tee-Produktion weltweit.

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