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Ein Buch über Tee
 Grüner Tee
Safran
(von Persisch za'farān
زعفران, „sei gelb“,
wissenschaftlicher Name Crocus sativus) ist eine Krokus Art
und gehört zur Familie der Irisgewächse, aus
deren
im Herbst erscheinenden violetten Blüten die Stempel als das
ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen werden.
Diese Pflanzenart ist eine triploide Mutante des
auf den ägäischen Inseln und auf Kreta beheimateten
Crocus cartwrightianus. Sie ist wegen des dreifachen Chromosomensatzes
unfruchtbar und kann nur vegetativ durch Knollenteilung vermehrt
werden. Die Stammform Crocus cartwrightianus besitzt deutlich
kürzere, aber ebenfalls aromatische Stempelfäden.
Der Safran Krokus ist ein
mehrjähriger 10-15 cm hoch werdender Krokus, mit im September
hervorkommenden, grundständigen, schmalen, linealischen Blättern. Während
des Sommers ruht die Pflanze. Während der Blüte im Oktober sind die
Blätter erst 4-5 cm lang; sie wachsen während des Winters und im Frühling
weiter. Jede Pflanze treibt 1-2 Blüten. Die Blütenhülle aus 6
Blütenblättern ist zu einer langen Glockenröhre verwachsen. Die
blau-violetten Blütenblätter umschliessen je 3 Staubblätter und einen
dreinarbigen Griffel.
Jede Blüte enthält einen sich in
drei Narben verzweigenden Griffel. Nur diese
süß-aromatisch duftenden Stempelfäden
werden getrocknet als Gewürz verwendet. Um ein Kilogramm von
ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 80.000 bis 150.000
Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 1000
Quadratmetern; die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker
schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro
Jahr im Herbst (und das nur für ca. 2 Wochen) blüht.
Deshalb zählt Safran zu den teuersten
Gewürzen der Welt. Im
Handel zahlt man zwischen 4 und 14 Euro pro Gramm.
Angebaut wird Safran
im Iran, in Kaschmir und in
Europa, dort vor allem im Mittelmeerraum. Anbaugebiete sind
Südfrankreich, Spanien, Marokko, Griechenland (Krokos,
Kozanis), Türkei (in Safranbolu), Italien (Sardinien,
Abruzzen, Toskana) und – seit 2006 wieder –
Österreich (Pannonischer Safran). Ein kleines Anbaugebiet von
2.500 Quadratmetern existiert in der Schweiz im Dörfchen Mund. Safran stammt aus Kleinasien und wurde durch die Araber in Spanien
eingeführt, bevor er sich in Frankreich und den westlichen
Mittelmeerländern als Folge der Kreuzzüge ausbreitete. Er wurde schon in
vorgeschichtlicher Zeit kultiviert. Die Droge wird von den Blütennarben.
Wenn sie gemischt wird mit den Griffeln, wird das Gewürz "weiblicher
Safran" genannt und ist von geringerem Handelswert.
„Pro Jahr werden ungefähr 200
Tonnen Safran produziert. Wenn man nach Produktionsmengen beurteilt, so
steht Iran mit ca. 170 bis 180 Tonnen jährlich an erster
Stelle. Dies macht bis zu 91 % des Marktanteils aus.
Safran schmeckt
bitter-herb-scharf, was bei
normaler Dosierung – anders als der typische Duft –
nicht zum Tragen kommt, und enthält Carotinoide, vor allem
Crocin, die dafür verantwortlich sind, dass mit Safran
gewürzte Gerichte sich intensiv goldgelb färben
(„Safran macht den Kuchen gehl …“
[landschaftlich für „gelb“]). Weiter
enthält er den Bitterstoff Safranbitter, aus dem sich beim
Trocknen teilweise der für das Safranaroma verantwortliche
Aldehyd Safranal bildet. Weitere Aromastoffe sind unter anderem
Isophorone. In Europa bekannte Gerichte, die Safran enthalten, sind
Bouillabaisse, Risotto alla milanese, schwedische Lussekatter (ein
Süßgebäck) und Paella. In Iran werden
besonders Reisgerichte gerne mit Safran verfeinert.
Safran muss vor Licht
und Feuchtigkeit
geschützt in fest schließenden Metall- oder
Glasgefäßen aufbewahrt werden, da das
Gewürz am Licht schnell ausbleicht und sich das
ätherische Öl relativ leicht verflüchtigt.
Safran wurde auch als
Farbmittel eingesetzt; der
wasserlösliche Farbstoff Crocetin ist in der Pflanze
glycosidisch an das Disaccharid Gentiobiose gebunden; diese Verbindung
wird als Crocin (s. o.) bezeichnet. Bereits Plinius erwähnt
Safran als Farbmittel. Es wurde auch eingesetzt, um Goldschriften zu
imitieren, oder um Zinn oder Silber wie Gold erscheinen zu lassen. Es
wurde auch in Mischungen mit anderen Pigmenten oder Farbstoffen
verwendet.
Um den aromatischen Duft zu bewahren, sollte
Safran nicht allzu lange gekocht werden. Es empfiehlt sich, die
Narbenschenkel einige Minuten in etwas warmem Wasser einzuweichen und
mit der Flüssigkeit gegen Ende der Garzeit dem Gericht
zuzugeben. Eine noch intensivere Färbung erhält man,
wenn die Safranfäden frisch gemörsert werden.
Noch heute ist das Fälschen von Safran
weit verbreitet: Fälschungen können aus einer
Kurkuma-Mischung bestehen. Safranfäden werden auch
gefälscht, aber wer mit Aussehen und Geruch vertraut ist, kann
den Unterschied erkennen. Ein einigermaßen sicherer
chemischer Nachweis ist das Zugeben von Natron zu einer Lösung
von etwas „Safranpulver“: Handelt es sich um reinen
Safran, so bleibt die Lösung gelb, enthält sie
Kurkuma-Anteile, so wird sie trübe und verfärbt sich
rot. Dieser Test war schon vor Jahrhunderten bei den
Gewürzhändlern üblich. Er beruht auf den
verschiedenen chemischen Eigenschaften der in Safran und Kurkuma
enthaltenen Farbstoffe.
Falscher Safran (Saflor) ist eine Bezeichnung
für die Färberdistel (Carthamus tinctorius), die
früher zum Färben von Seide verwendet wurde. Dieses
Gewürz färbt das Gericht schwächer als
echter Safran und bringt kein eigenes Aroma ein. Die
Röhrenblüten der Färberdistel lassen sich
schon mit bloßem Auge von den fadenförmigen
Narbenlappen des Safrans unterscheiden. Beim echten Safran
müssen die Narbenschenkel ungefähr zwei bis drei
Zentimeter lang, trichterförmig eingerollt und oben eingekerbt
sein
Vorsicht bei Billigangeboten - Safran hat seinen Preis
Seit mit Safran
gehandelt wird, gibt es immer wieder Fälschungen. Dazu
gehören etwa Beimischungen von Kurkuma, auch
„Gelbwurz“ genannt. Kurkuma ist ein stark gelb
färbendes Gewürz, das zum Beispiel in vielen
Fertiggerichten enthalten ist. Es ist preisgünstiger als
Safran, kommt diesem allerdings nur in puncto Farbgebung nahe.
Dem Safran zum Verwechseln ähnlich sind
die Blütenfäden der Färberdistel. Neben
Kurkuma und Färberdistel werden zum Beispiel auch Ringelblumen
oder getrocknete Fleischfasern untergemischt. Manchmal wird Safran
künstlich beschwert, indem er mit Öl oder Glycerin
bedampft wird. Safran sollte man deshalb nicht bei fliegenden
Händlern kaufen. Wer im Urlaub in einem
südländischen oder arabischen Basar billigen
„Safran“ für 1 bis 2 Euro Preis das Gramm kauft,
erhält bestimmt keinen echten.
So erkennen Sie echten Safran.
Legen Sie einen Safranfaden in lauwarmes
Wasser. Wenn er dieses intensiv rotgelb färbt und das Wasser
wunderbar würzig duftet, ist es echter Safran. Safran hat eine
starke Farbkraft: Von 0,01 Gramm Safran werden noch drei Liter Wasser
gelb gefärbt.
Sparsam verwenden
Reiner Safran
– als Fäden oder gemahlen
– ist dunkelorange und duftet intensiv. Wer das
Gewürz im deutschen Lebensmittelhandel kauft, kann sich in der
Regel darauf verlassen, dass echter Safran in den kleinen
Päckchen steckt. 1 Gramm kostet etwa 4 bis 8 Euro. Er
hält sich ein bis maximal zwei Jahre, wenn man das
Päckchen gut verschlossen, kühl und
lichtgeschützt aufbewahrt.
Für den typischen Geschmack im Essen und
eine intensive Färbung reicht beim Kochen meist schon weniger
als 1 Gramm aus. Am besten ist es, die Fäden in einem
Mörser zu zerkleinern und das Pulver dann in lauwarmer
Flüssigkeit aufzulösen.
Safran ist bei zu hoher Dosis giftig, Vergiftungserscheinungen treten allerdings
erst beim Verzehr mehrerer Gramm auf.
Standort und Pflege des Safran Krokus
Der Safran-Krokus sollte so sonnig wie
möglich gepflanzt werden, dort wo es im
Frühjahr feucht und im Sommer trocken ist, denn nur so wird
das Gewürz ausgebildet. Er ist bei uns
winterhart. Die Krokus-Knollen kommen von September bis Oktober, je
nach Umfang und Stärke,
Der Safrankrokus ist in der Kultur relativ empfindlich. Der Boden darf nicht zu
dicht und nahrhaft sein. Vielmehr liebt Crocus sativus einen sandig-lockeren,
luftigen, durchlässigen eher mageren Boden, ideal ist, wenn man einen
kalk-lehmhaltigen oder sandigen Boden zur Verfügung hat (PH 6 bis 8). Die Knollen werden 15-20 Zentimeter
tief in den Boden gesetzt und dürfen keinesfalls zu feucht stehen.
Familie: Schwertliliengewächse -
Iridaceae
Herkunft: Iran, Kaschmir, Südfrankreich, Spanien, Marokko, Griechenland
Wuchs: mehrjährige Staude, überdauert in
Knollen
Blüte: September bis November, violette Krokusblüte,
duftende, auffallend rote Staubfäden, steril
Vermehrung:
durch Knollenteilung
Standort: lockerer, sandiger, magerer
Boden, vollsonnig bis sonnig
Pflege: gelegentliches
Umpflanzen zum Erhalt der Blühfreudigkeit
Verwendung:
weibliche Blütenteile, Narben als Gewürz zu Reisgerichten, Fisch
Safran in anderen Sprachen
Französisch: Safran
Englisch: Saffron
Deutsch:
safran
Italienisch: zafferano
Spanisch: azafran
Indian: Kesa, kesram, khesa,
zafran
Schlechtes
Wetter hat die Safranernte 2009 weltweit verknappt.
Die Preise an
den Weltmärkten haben sich verdoppelt - auch für die
noch 1,5 Kilo Schweizer Safran. Die Endkonsumenten müssen
massiv mehr für das «rote Gold»
hinblättern.
Safran –
Das ist nicht bloss ein
exotisches Gewürz, das den Kuchen gelb macht. Safran ist auch
ein urschweizerisches Kraut, das in den Walliser Bergtälern
bereits seit dem 14. Jahrhundert angebaut wird. Doch dieses Jahr ist
Safran knapp - sehr knapp sogar.
Heute pflanzen in der Schweiz nur noch 140 Bauern
in der Gemeinde Mund ob Brig das «rote Gold» an
– und auch sie nur im Nebenerwerb. Für ein Kilo
Safranernte braucht es eine Anbaufläche von 18 500
Quadratmetern und rund 130 000 Safranblüten. In guten Jahren
gewinnen die Munder Bauern vier Kilo Safran. Heuer haben sie nur 1,5
Kilo geschafft.
Schuld daran waren laut Daniel Jeitziner die
Trockenheit im Sommer und ein Frosteinbruch in der zweiten
Oktoberhälfte. «Wir sind enttäuscht und
hätten schon eine grössere Ernte erwartet»,
sagt der Safranexperte und Zunftmeister. Nicht zuletzt habe man in den letzten Jahren die
Anbaufläche kontinuierlich vergrössert und
zusätzliche Blumenzwiebeln gesetzt. Problematisch sei die
kleine Ernte vor allem, weil dieses Jahr wegen der mageren Ernte nicht
alle Kunden beliefert werden könnten. Für die
Schweizer Massenkonsumenten hat dies aber keinen Einfluss: Coop hat die
Idee Walliser Safran
ins Angebot aufzunehmen nie realisiert.
«Die Erntemengen waren selbst in guten Jahren sogar
für das Label Pro Montagna zu klein»,
begründet Mediensprecherin Denise Stadler.
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Letzte Aktualisierung am 30. Mai 2010
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