Was ist Tee?
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Tee als Wirtschaftsfaktor
Erst Medizin, dann Weltanschauung.
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   Ein Buch über Tee

Anbau, Herstellung und Gewinnung des Tees

Basis aller Teekulturen sind die "Ur-Teepflanzen" Thea sinensis (Chinapflanze) und Thea assamica (Assampflanze). Da sie im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gekreuzt wurden, gibt es heute zahlreiche unterschiedliche Teepflanzen. Entscheidend für Qualität und Geschmack der Tees sind Anbaugebiet, Höhenlage, Klima, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffung sowie Erntezeit, Sorgfalt beim Pflücken und bei der Weiterverarbeitung des Blattgutes.



Für eine optimale Qualität werden nur die Blattknospe und die beiden dazugehörigen Blätter gepflückt. Sie werden nach der traditionellen oder nach der maschinellen Methode verarbeitet. Anschließend prüfen Tea-Taster Farbe, Stärke und Aroma. Die Tees werden nach Maßgabe der Teeverkoster miteinander gemischt, um eine gleich bleibende Markenqualität zu garantieren. Schwarzer und grüner Tee wird aus den Blättern der Camellia Sinensis, der chinesischen Teepflanze, hergestellt. Er wurde als erstes in China kultiviert, als wildes Gewächs jedoch auch in Indien entdeckt.
Chinesische Mönche und europäische Händler brachten das Gewächs nach Japan, Sri Lanka und in andere Länder. Heute gibt es mehr als 3000 Teesorten, wobei jede ihren eigenen Charakter besitzt und meistens nach der Region, aus der sie ursprünglich stammt, bezeichnet wird.
Grüner Tee entsteht, indem die frisch gepflückten Blätter vor dem Heißtrocknen gedämpft und dann getrocknet werden. Schwarzer Tee wird vor dem Trocknen fermentiert.
Teepflanzen gedeihen im subtropischen bis tropischen Gürtel rund um den Äquator – genauer gesagt zwischen 38° N und 38° S. Die Gebiete zeichnen sich durch die Charakteristika tropischer Regenwald, tropische Savanne und Sommerregen aus. Die Teesträucher wachsen auch in höheren Lagen von bis zu 2.500 m. Aus der traditionellen Anbauweise durch Bauern im Familienbetrieb im Fernen Osten (Südostasien) hat sich eine wichtige Plantagenwirtschaft entwickelt, die zum Teil noch in den Händen von Gesellschaften ist, zum Teil verstaatlicht wurde. Neben Indonesien und China sind Indien und Sri Lanka die wichtigsten Lieferanten für den deutschen Markt, gefolgt von Afrika (Kenia, Malawi, Tansania, Zimbabwe, Ruanda und Südafrika).


Vor den Genuß hat die Natur - auch beim Tee - den Schweiß gesetzt, die Mühe und Plage des Pflanzens und das Pflücken! Die Teesträucher werden so beschnitten und bepflückt, daß sie gleichmäßig etwa 1 bis 1 1/2 m hoch bleiben. So kann man beim Pflücken der Blätter besser an diese herankommen, außerdem fördert der Rückschnitt die Knospenbildung und damit die Menge der Blätter, auf die es ja ankommt. In den großen Pflanzungen, die heutzutage auch in China an die Stelle der früher kleinbäuerlichen Kulturen getreten sind, stehen die Sträucher in langen, regelmäßigen Reihen, so daß man zur Bodenbearbeitung moderne Maschinen einsetzen kann. Die guten Qualitäten allerdings kommen noch immer aus kleinen Teegärten, z.B. aus Anwhei, Hunan, Szechuan, sowie die meisten Oolongs aus Südchina. Daher kommt auch die große Vielfalt der angebotenen Grün- und Oolong- Tees.

In Zahlen läßt sich der Gewinn aus all diesen Mühen so ausdrücken, daß je nach Lage der Plantage im 1. Jahr 130kg genußfertiger schwarzer Tee je ha erzeugt werden. Im 2. Jahr sind es dann schon 600kg je ha und im 3. Jahr 1500kg. Im 4. Jahr endlich sind es lohnende 3000kg genußfertiger schwarzer Tee je ha Anbaufläche.

Zunehmend wird auch wieder auf ökologischen Anbau geachtet. So werden die Schattenbäume wieder angepflanzt, und gerade im indischen Hochland wird wieder darauf geachtet, daß nicht jede Waldfläche dem Teeanbau zum Opfer fällt. Ist dies nämlich der Fall, dann schwimmen die Teegärten regelrecht davon, da die Erosion schwindeleregende Ausmaße annimmt.

Schwarzer Tee

Schwarztee oder Schwarzer Tee wird häufig als Synonym für Tee verwendet wird, bezeichnet er nur eine der traditionellen Herstellungsarten für Tee.

Zur Herstellung von Schwarztee werden nach der Ernte die Teeblätter in Weidenkörben geschüttelt. Durch die Verbindung des Sauerstoffes in der Luft mit den Zellsäften des Blattes wird die geschmackliche Veränderung bewirkt. Nach der sogenannten Fermentation wird das Blattgut 20 Minuten lang bei 85 Grad in einem Heißlufttrockner behandelt. Der Tee verliert seine Feuchtigkeit bis auf 6 Prozent und erhält seine bekannte dunkle Farbe.

Im Unterschied zum Oolong Tee (halbfermentiert) wird der Fermentationsprozess nicht gestoppt. Die Teeblätter werden vollständig fermentiert. Erst nach längerer Zeit wird der Tee fertig getrocknet. Die Republik China ist die Heimat der Herstellung des Schwarztees. Der älteste Schwarztee kommt aus dem Wuyi-Gebirge. Er heißt Zhengshan Xiaozhong. Einer Legende nach soll Kaiser Shénnóng die erfrischende Wirkung der Teeblätter entdeckt haben. Die erste gesicherte Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 350 v.Chr.,

Die Provinz Yunnan im Südwesten Chinas ist bekannt für schwarzen Tee aber auch für die regionale Spezialität Pu-Erh-Tee. Der Tee aus Yunnan ist von rötlich-goldener Farbe im Teeblatt, was auch schon sein chinesischer Name verrät: "hongcha", wörtlich "roter Tee". China Keemun gilt als der beste chinesische Schwarztee. Er wird in der ostchinesischen Provinz Anhui produziert. Der Teeanbau in Indien begann erst vor etwa 170 Jahren durch die britische Besatzungsmacht. Durch den Opiumkrieg in China um 1840 versuchten die Briten, unabhängig vom chinesischen Markt zu werden und ließen Teeplantagen in Indien, mit den Sorten Darjeeling und Assam und Ceylon (Sri Lanka) errichten. Heute ist Indien zweitgrößter Teeerzeuger mit etwa 950.000 Tonnen jährlich.

Tee – Unterschiede Schwarztee, Oolong Tee, Grüner Tee

Fermentierter Tee: Schwarztee (orthodoxe Methode)
Halbfermentierter Tee: Oolong Tee
Nichtfermentierter Tee: Grüner Tee

Schwarztee: Dieser Tee wird gedämpft, es bleiben fast alle Inhaltsstoffe im Blattgut erhalten. Der Geschmack und die Farbe sind trotz gleichen Teeblättern unterschiedlich, das fermentierte Blatt sieht kupferrot, fast schwarz aus, mit eventuell hellen Knospen an den Blattspitzen. Es duftet malzig-voll-aromatisch. Klassiker unter den Schwarzen Tees sind Darjeeling, Ceylon und Assam Tee.

Halbfermentierter Tee, Oolongtee bei seiner Herstellung werden die frischen Teeblätter nur am Rand fermentiert. Diese Methode ist sehr aufwendig, aber die Mühe lohnt sich. Je nach Qualität reicht die Geschmacksskala von malzig-brotig bis fruchtig-duftig.

Nicht Fermentierter Tee, Grüner Tee ist hell von einem dunklem grün und reicht in der Farbpalette von grau bis hell-mintgrün und duftet frisch, mild, blumig und hat oft einen leicht bitteren Geschmack. Bekannte Grüntees sind z.B. Sencha, Bancha und Young Hyson.


 (info@teebuch.de)
Letzte Aktualisierung am 25. Juli 2014
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